Zitat:
Zitat von Bernd Richter
Aber was soll dies Ihrer Meinung nach belegen? M. E. nicht mehr, als dass es in der Neustadt nun einmal z. B. eine vergleichweise hohe Anzahl von Grünen-Wählern gibt (meines Wissens bis zu 40 % bei Wahlen), die der WSB nun einmal naturgemäß nicht positiv gegenüber stehen. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Zahl der Ja-Stimmen selbst in der Neustadt nicht zu verachten. ;-)
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M.M. nach belegt die relativ hohe Zahl der Neinstimmen in der Neustadt und die hohen Zustimmungraten je weiter die Brücke weg ist, vor allem, dass die persönliche Betroffenheit anders gesehen wird. Die persönliche Betroffenheit führt dazu, das sich die Bürger umfassender mit der Thematik auseinandersetzen. Dann sieht man auch eher eventuelle Nachteile und kann sie gegen die persönlichen Vorteile, die die direkten Anlieger ja besonders haben würden, abwägen.
Davon ausgehend wäre ein umgekehrtes Abstimmungsverhalten logisch, wenn bei den Anliegern tatsächlich die Vorteile überwiegen würden und den weiter entfernt liegenden Abstimmern deutlich würde, dass sie für diese Bevorteilung auch noch bezahlen werden (Die Mittel für die Unterhaltung ihrer Infrastruktur werden dadurch knapper).
So ehrlich war man aber im Vorfeld nicht. Vor dem Abstimmungsprozeß und auch heute noch werden negative Folgewirkungen und indirekte auf den Bürger zukommende Kosten weitgehend verschwiegen (Nirgendwo wird kenntlich gemacht, worauf wir verzichten müssen um uns den Bau leisten zu können. So sind hohe Zustimmungsraten nicht verwunderlich. "Die Brücke gibt es praktisch umsonst und wir werden schneller": Das ist was hängengeblieben ist. Ich respektiere die demokratische Entscheidung, verzweifle aber wenn ich sehe wie kurzsichtig die Bürger entscheiden.